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Der Gehorsam

Je nachdem, wie vertraut sie mit der Hunderziehung sind, sollten sie sich mit dem Gedanken tragen eine Hundeschule zu besuchen, bevor sich Probleme ergeben die nur schwer wieder auszubügeln sind.
Darauf achten, dass die Hundeschule nach modernen Methoden lehrt. Rumgebrülle und rumgezerre führt nicht zum Erfolg und daher sollten solche Hundeschulen gemieden werden.
Der Spass während des Unterrichts sollte erkennbar sein und die Hunde sollen nach ihren eigenen Möglichkeiten trainiert werden.

 

Unternehmungen in den ersten Tagen

Bitte lassen sie ihrem neuen Hausgenossen die ersten Tage genügend Zeit sein neues Zuhause und die dazugehörigen Menschen und den Tagesablauf in Ruhe kennen zu lernen.
Stadtbummel, viel Besuch, Feuerwerk, stark befahrene Strassen und lange Autofahrten überfordern ihren neuen Freund am Anfang der Eingewöhnung und sollten erst im Laufe der Zeit langsam und ruhig an ihn herangeführt werden.

Die Sache mit den Geschäften großer und kleiner Art .............

Evtl. kennt ihr neuer Freund das Prinzip des Gassigehens nicht, weil er im Tierheim im Zwinger gelebt hat, wenig Auslauf hatte und deswegen seine Geschäfte auch im Zwinger verrichtet hat.
Geben sie in der Anfangszeit ihrem Hund möglichst häufig die Gelegenheit sich ausserhalb des Hauses / Wohnung zu lösen, bis sich der Rhythmus eingespielt hat.
Sollte er versuchen sich im Haus zu lösen stören sie ihn sofort dabei und bringen sie in nach draussen wo er sich lösen darf. Es setzt natürlich vorraus dass sie ihn anfangs ständig im Blick haben um möglichst schnell Erfolge zu erzielen. Ein Hund lernt sehr schnell und wenn sie konsequent dabei bleiben sollte es nach ein paar Tagen erledigt sein. Bitte haben sie Geduld !!!  

 

Vorbereitungen vor der Ankunft !!

Alles was ein Hund so benötigt sollte vorher angeschafft und vorrätig sein. Da wären dann:
Futter, 2 Näpfe (Napfständer !!), Halsband oder Brustgeschirr, Leine, Hundebett inkl. Decke.

Sämtliche Mitbewohner inkl. Kinder erklären, dass der Hund sich erstmal eingewöhnen muß und am Anfang evtl. Angst hat und unsicher ist, weil er ja noch fremd ist.

Vor Einzug klären wo der Hund schlafen soll - zur Eingewöhnung am besten im Schlafzimmer seiner Bezugsperson in seinem Hundbett.

Vorher abklären welche Kommandos benutzt werden und diese müßen auch von allen Beteiligten von Anfang an gleich sein. 

Bei der Ankunft !!

Lassen sie ihren neuen Hausgenossen erstmal alles in Ruhe beschnüffeln und erkunden. Drängen sie den Hund zu nichts, auch nicht zu Zärtlichkeiten. Manche Hunde empfinden derartige Nähe zum Menschen als Bedrohung oder unangenehm, weil sie das nicht kennen. Das ändert sich im Laufe der Zeit, wenn er sich eingewöhnt hat.
Starren sie ihren neuen Hausgenossen nicht an und nähern sie sich ihm nicht frontal, man weiß nicht wie der Hund darauf reagiert. Beugen sie sich nicht über den Hund, auch nicht wenn sie ihn loben möchten, das empfindet manch Hund ebenfalls als unangenehm bis bedrohlich.

Lassen sie ihm Zeit sich zurecht zu finden !!

 

Die Fütterung

Am Anfang am besten 3-4 kleinere Portionen eines nicht zu protein- und fettreichen Trockenfutters oder aber selbstgekochtes (keine gekochten Knochen) oder Rohfutter wenn sie barfen.
Seien sie zu Anfang mit Leckerchen wie Ochsenziemer, Rinder- oder Schweineohren vorsichtig, viele Hunde aus bsplw. Tierheimen oder Auffangstationen kennen so etwas nicht. Sie müßen erst "lernen" das zu fressen ohne sich zu verschlucken und benötigen dazu Ruhe und Zeit.

Ganz wichtig: der Hund muß immer Zugang zu frischem Trinkwasser haben, vor allem bei Fütterung mit Trockenfutter. Da ist dann ein Napfständer ideal, beherbergt er doch 2 Näpfe.
Nach der Fütterung gönnen sie ihrem Freund eine Ruhepause von 1-2 Stunden, um die Gefahr einer Magendrehung zu minimieren. Gehen sie NIE direkt nach der Fütterung spazieren und lassen die den Hund nicht spielen.

Die richtige Futtermenge können sie den Richtwerten der Futtermittelhersteller entnehmen, aber beobachten sie den Hund selber anhand von Fühlbarkeit der Rippenbögen, ob die Menge evtl. zu viel oder zu wenig ist.

Bedenken sie, zu viel Gewicht ist schädlich für die Gelenke des Hundes und belastet diese unnötig.

    

Der Spaziergang

Machen sie in der Anfangszeit beim spazieren gehen keine Experimente bezüglich Abrufbarkeit ohne Leine. Der Hund kennt die Umgebung nicht, sie wissen noch nicht wie er in verschiedenen Situationen reagiert, schreckhaft, ängstlich, flüchtet ............... deswegen lassen sie ihn anfangs an einer Schleppleine (10-20 m), bitte ein Geschirr, kein Halsband benutzen, mitlaufen, das gibt dem Hund etwas Freiraum und sie können ihn bei Bedarf leicht heranholen und müßen ihn nicht einfangen, was sowieso meistens nicht funktioniert.
Es sind schon viele Hunde schweren Verkehrsunfällen zum Opfer gefallen oder auf Nimmer Wiedersehen verschwunden, weil die Besitzer den neuen Hund viel zu früh ungesichert haben laufen lassen. Der Leidtragende ist dann das Tier.

Wenn sie ihren neuen Hausgenossen dann einschätzen können, evtl. bereits eine Hundeschule besuchen und besser harmonieren spricht nichts mehr gegen ein "leinenfreies" Leben, zumindest da wo es erlaubt und ungefährlich ist. 

 

Fazit

Sie wissen was sie von ihrem neuen Hausgenossen erwarten, er weiß aber nicht was sie von ihm erwarten.
Es liegt nun an ihnen, ihm möglichst verständnisvoll und konsequent das 1 x 1 ihres Alltags beizubringen.  
Sie werden sehen, er lernt jeden Tag ein Stück mehr von ihrem Leben und wird bemüht sein es ihnen recht zu machen.

Manche Hunde brauchen 3 Tage, andere 10 Tage, wiederum andere benötigen 3 Wochen um "anzukommen", jeder Hund ist ein Individium, wir wissen oft nichts über die Vorgeschichten der Hunde, deswegen kann ich ihnen nur nahelegen:


Geben sie ihm Zeit und bringen sie Geduld auf, es lohnt sich, ganz bestimmt !!!!



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